Wir sind echte Glückspilze: Wenn wir uns was wünschen, geht das meistens in Erfüllung 😉
Zum Beispiel haben wir uns letzte Woche von meiner Mama einen veganen Stollen gewünscht und seit ein paar Tagen sind wir stolze Besitzerinnen eines vorzüglichen Stollens, der jeden Tag köstlicher wird…
Herzlichen Dank an dieser Stelle an meine Mama, die nicht nur immer lecker für uns backt, sondern netterweise auch ihr tolles Rezept verraten hat, so dass dieser tolle Stollen noch ganz viele andere Menschen glücklich machen kann.

Zutaten für den Teig:

(ergibt 2 kleine Stollen)

  • 1 Würfel Hefe
  • 100ml lauwarme Sojamilch
  • 125 g Zucker
  • 560 g Mehl (Weizenmehl Typ 405)
  • eine Prise Salz
  • 300 g Alsan Bio
  • 100 g gestiftete Mandeln
  • 250 g Rosinen
  • ein Päckchen Zitronat
  • ein Päckchen Orangeat
  • 100 ml Rum
  • abgeriebene Schale von einer Bio Zitrone und einer Bio Orange
  • 1/2 TL Muskatblüte
  • 1/2 TL Kardamom
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Christstollengewürz
  • eine Messerspitze gemahlene Nelken
  • optional eine Rolle Marzipanrohmasse (200 g)
  • ein Päckchen echten Vanillezucker
  • Puderzucker zum Bestreuen

Und so wird es gemacht:

So ein feiner Stollen muss gut vorbereitet werden:
Als erstes die Rosinen, zusammen mit dem Orangeat und dem Zitronat, mit 100 ml Rum übergießen und bei gelegentlichem Rühren einweichen lassen (15 Minuten sollten es auf jeden Fall sein).
Die Hefe in der Sojamilch auflösen und 5 Minuten stehen lassen.
Die gestifteten Mandeln in einer Pfanne fettfrei anrösten.

Jetzt geht es los:
Das Mehl mit dem Zucker, dem Salz und 250 g weiche Alsan  (Achtung! Die restlichen 50 g von den insgesamt 300 g brauchen wir erst später) in eine Rührschüssel geben und zusammen mit der Hefe-Sojamilch mit den Knethaken des Handrührers kneten. Kurz bevor der Teig richtig greift die Rum-Rosinen-Orangeat-Zitronat-Mischung hinzugeben und alles mit den Händen zu einem kompakten Teig verarbeiten.
Jetzt braucht der Stollen wieder ein bisschen Zeit um aufzugehen. Ideal wären 2-3 Stunden bei Raumtemperatur. Wer es eilig hat, kann den Teig bei ca. 50 Grad im Ofen aufgehen lassen (Weniger als 60 Minuten sollten es aber nicht sein!)

Wenn der Teig genug Zeit zum Ruhen hatte und ein bisschen aufgegangen ist, kann es weitergehen:

Den Backofen auf 180º vorheizen.
Zunächst den Teig in zwei gleiche Hälften teilen, denn es werden ja zwei wunderbare Stollen.
Jetzt muss die wichtige Entscheidung getroffen werden, ob der Stollen mit oder ohne Marzipan gebacken werden soll. Da sich meiner Erfahrung nach die Menschheit in Marzipan-Hasser und Marzipan-Fans teilt,  ist es vielleicht ratsam einfach einen mit und einen ohne Marzipan zu backen 😉
Für Stollen ohne Marzipan einfach den Teig in Stollenform bringen und auf ein Backblech legen.
Es gibt auch spezielle Stollenformen, aber es geht auch ohne.
Für die Variante mit Marzipan den Teig zu einem ovalen Laib formen, etwa die Hälfte der Länge nach platt drücken und die  Marzipanwurst an die Kante zwischen der dicken und der plattgedrückteren Seite legen. Dann die dicke Seite über die Marzipanwurst falten, so dass eine Stollenform entsteht.

Die restlichen 50g Alsan schmelzen. Die Stollen mit der Hälfte davon vor dem Backen bestreichen.

Jetzt kommen die Stollen bei 180º Heißluft für 40-45 Minuten in den Ofen. (Denkt daran: Jeder Ofen ist anders… verlasst euch lieber auf die Stäbchenprobe, als auf Zeiten 😉 )
Die angegebene Backzeit gilt für den Miele Elektro Ofen meiner Mama, in unserem alten alten Gasofen brauchen die feinen Stollen bei Ober und Unterhitze ca. 65 Minuten bis sie gar sind.

Wenn die  Stollen fertig gebacken sind, das restliche flüssige Alsan mit dem Vanillezucker vermischen und die noch heißen Stollen damit bestreichen. Wenn alles eingezogen ist, die Stollen mit Puderzucker bestäuben.
Zum Schluss die abgekühlten Stollen in Alufolie packen.

 

Angeblich muss so ein Stollen zwei Wochen (!!) reifen, bis er richtig durchgezogen ist und lecker schmeckt…aber das wäre echte Quälerei und wir können guten Gewissens sagen, dass er auch nach drei  Tagen schon hervorragend schmeckt 😉
Aufbewahrt werden möchte so ein Stollen übrigens in einer Dose auf dem Fensterbrett…wenn es jemand schafft zwei Wochen zu warten, bevor er das gute Stück verköstigt, freuen wir uns über Berichte…wir schaffen das nämlich nie.