Wir essen total gerne afrikanisch. Speziell die eritreische Küche hat es uns angetan. Wir lieben es mit den Fingern zu essen und finden das als „Besteck“ gereichte Injera einfach großartig.
Von zwei Freundinnen haben wir den Tipp bekommen, dass es in unserem  schönen Darmstadt einen Laden gibt indem man Injera kaufen kann :-)
Hier der Geheimtipp für alle Injera begeisterten: In dem bezaubernden türkischen Lebensmittellädchen am Pali Parkplatz gibts frische Injeras zu kaufen. (Im 10er Pack)

Jetzt fehlen zu unserem Glück nur noch die passenden Eintopfgerichte und zwei davon habe ich in den letzten Tagen, inspiriert von der Speisekarte unseres liebsten eritreischen Restaurants, nachgebaut.
Liebes Lieblingsrestaurant, hab bitte trotzdem keine Angst – wir kommen ganz bestimmt trotzdem weiterhin total gerne und genießen das Nichtkochen müssen und so nett bedient werden :-)

Hier kommen also die Rezepte für unsere Version von Schiro und Alicha:
Am Besten bereiten ihr die beiden Rezepte gleichzeitig zu, dann sind sie etwa zur gleichen Zeit fertig :-)
Wer noch mehr Variation mag, kann auch noch das Timtimo mit zubereiten -das passt ebenfalls großartig dazu :-)

InjearvonobenkleinZutaten für das Schiro (ca.5 Portionen):

  • 1 Dose Kichererbsen (ich schwöre auf die von Bonduelle)
  • 2  kleine Dosen stückige Tomaten ( meine liebsten sind die gelben Dosen von Alnatura)
  • 1 El Olivenöl
  • eine große Zwiebel
  • eine Zehe Knoblauch
  • ein ca 3-5 mm breiter Streifen einer roten Chili Schote (wer gerne richtig scharf ist kann gerne mehr nehmen.
  • Gewürze: 1 Pipalli (Langpfeffer), 3 Körner Piment, ein Korn Tchuli ( mit Lemongras aromatisierter Pfeffer), ¼ TL Ajowan (Königskümmel), ¼ TL Kreuzkümmel, 1/8 TL frische Muskatnuss, 1/8 TL Piment d’Espelette, 1 TL grobes Meersalz, ⅔ TL Paprikapulver (edelsüß), ⅓ TL geräuchertes Paprikapulver
  • ein Stängel Petersilie

Und so wird’s gemacht:

Die Gewürze im Mörser fein zermahlen.
Die Zwiebel, die Petersilie und den Knoblauch fein hacken und erstmal beiseite stellen.
Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die gemörsterten Gewürze und dann die Zwiebel und den Knoblauch hinzufügen. 2-3 Minuten unter rühren anrösten lassen und dann die Kichererbsen und die Dosentomaten hinzugeben. Die Petersilie und den Chilistreifen hinzugeben.
Nach ca. 5 Minuten Kochzeit das Gericht glatt pürieren und dann nochmal 15 Minuten köcheln lassen. Am Ende nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach Belieben auch nochmehr Chili hinzufügen.

Zutaten für das Alicha (ca. 5 Portionen):

  • 3 große Kartoffeln
  • eine große Zwiebel
  • 2 cm Ingwer
  • 300 ml Wasser
  • ½ kleiner Weißkohl
  • eine Möhre
  • 1 TL Kokosöl
  • Gewürze: ½ TL Bockshornkleesamen, 3 Körner Piment, 1 TL Kurkumapulver, ½ TL Kreuzkümmel, 1 ½ TL grobes Salz, 1/8 TL Muskatnuss, 2 Körner schwarzer Pfeffer

Und so wird es gemacht:

Die Gewürze fein Mörsern und die Zwiebel klein hacken. Die Kartoffeln schälen und in mittelgroße Würfel schneiden. Den Weißkohl in mundgerechte Stückchen schneiden, die Möhre schälen und in Scheiben schneiden. 300 ml Wasser abmessen und bereit stellen.
Das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und die Gewürze darin anrösten. Nach ca. einer Minute das Gemüse zu den Gewürzen geben und etwa 3 Minuten anbraten lassen.
Dann das Wasser hinzugeben und den Ingwer mit einer feinen Reibe dazureiben, einmal gründlich Rühren und dann bei geschlossenem Deckel 15-20 Minuten köcheln lassen.
Am Ende der Garzeit das Gericht probieren und gegebenenfalls mit Salz abschmecken.
Das wars schon. Nun die beiden Gerichte auf einem Teller anrichten und halbiertes oder gevierteltes Injera dazu reichen.

Traditionell werden die Gerichte auf einer großen Platte, die mit Injera ausgelegt ist serviert. Gerne auch für mehrere Personen auf einer Platte.
Dann das Injera in Stücke reißen und damit die Soßen aufnehmen und genießen :-)
Ist es nicht herrlich mal wieder mit den Fingern zu essen?

Pro Person und Portion sollte man so  etwa zwei bis zweieinhalb Injera rechnen.

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Injeranäher klein

Sabine

Ich bin Sabine. Kochen ist meine Passion. Ich liebe es andere zu bekochen und die Welt ein bisschen veganer zu machen ;-)

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